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... daß man verdecktes Weiß beim Chinchilla sehr leicht erkennen kann?
Genau, altes Mutationszuchtwissen aus USA wie ich es erstmals von Sandy Kao lernen durfte. Und zwar an der Schwanzspitze. Dort kommt das Weiß in der Linie immer am ehesten zum Vorschein. Berühmtestes Beispiel ist das Chinchilla genannt BLISS
... woran man ein wirklich ECHTES Silber Chinchilla erkennt?
Ebenfalls an der Schwanzspitze. Die darf beim Silber nämlich NICHT weiss sein, sondern muß dunkel sein. Zusätzlich muß das Chinchilla natürlich die gängigen Kriterien für ein Silber erfüllen, allen voran eine fleckenlose Schleierdecke von dunklen Spitzen.
... daß Chinchillas ihren eigenen Kot fressen müssen, um gesund zu bleiben?
Genau genommen ist es der Blinddarm-Kot. Darin enthalten sind Bakterien, die in hohem Maß Vitamine produzieren. Mehr dazu auf dem CI-Forum » HIER
... daß sich Chinchillas nicht erbrechen können?
Yep, anders als anderen Tierarten und dem Menschen, ist es unseren Chinchillas nicht möglich sich zu erbrechen. Mehr dazu auf dem CI-Forum » HIER
... daß manche Chins eine "Römische Nase" haben?
Der Ausdruck "Roman Nose" stammt aus der englischsprachigen Chinchillazucht-Szene. Er bezeichnet ein typisches Merkmal von VELVET (TOV) Chinchillas. Konkret den hervorgehobenen längeren Fellwuchs zwischen Nase und Augenpartie. Foto siehe Hier
... daß es eine Straße namens "Chinchilla" in USA gibt?
mehr dazu » CI-SPEZIAL : Die Geschichte der Deutsch-Violett
... daß Chinchillas in der Wildnis alles andere als "nur" grau sind?
Chinchillas sind Fluchttiere und an ihre Umgebung angepaßt, um Freßfeinden nicht aufzufallen. Dazu dient das Aguti des Fells. Ebenso die farbliche Anpassung im Gesamtbild an ihren natürlichen Lebensraum. Nope, ihre Umgebung in Südamerika ist nicht grau-blau wie auf dem Schautisch gewünscht. Sie ist bräunlich, grau bis beige. So auch die Farbgebung der Chinchillas in der Wildnis in all ihren vielfältigen Variationen.
Laien gehen manchmal von klarem Grau als NATURALLE Farbe aus (oder abstrahiert von alten s/w Aufnahmen). Die Realität und Natur sieht vielmehr so aus... » Wilde Chinchillas
... daß es Städte names CHINCHILLA in Australien und USA gibt?
Während das australische CHINCHILLA eher bekannt ist für seine Wassermelonen, Rinder und Sägemühlen... verbindet sich mit ihrer Partnerstadt in USA eine kuriose Geschichte zur Namensgebung: Früher bekannt als Leach's Flats (PA, USA), bekam die Stadt ursprünglich ihren Namen von Ephraim Leach, der sich in der Gegend um 1801 niederließ. Irgendwann zwischen 1880 - 1890, fand die weibliche Postangestellte sei es Zeit den Ort neu zu benennen. Sie wählte den Namen, CHINCHILLA, aus übermächtigen Stolz auf ihren Chinchilla Umhang. Bis zum heutigen Tag kann man immer noch die Leach Straße in Chinchilla und Leach Creek in North Scranton finden. Andere wiederum sagen, dass es die Frau von Chinchillas erstem Postmeister, George Tanner, war, die den Namen erfand. Im Kern der Sache bleibt es sich gleich. Eine Variante dieser Geschichte besagt, dass jemand ein Lexikon willkürlich aufschlug mit der Vorgabe Leach's Flat den ersten passenden Namen zu geben, der dabei ins Auge fiel. Während dem Ersten Weltkrieg erfuhr CHINCHILLA eine kurze Einschränkung - als die Stadt "Pershing" - in Ehren für den heldenhaften General. Gegen Ende des Weltkrieges jedoch erwies sich die Popularität des Eichhörnchen-ähnlichen Nagers als stärker, als jene des Generals, und unser pelziger Freund hat wieder die Stelle als Namensgeber für die Stadt zwischen Scranton und Abingtons in Pennsylvania zurück erobert.
... daß es ein Chinchilla MUSEUM gibt?
Yep. In Kalifornien, USA.
... daß bei Ebonies der INNERE Zeh am Hinterfüßchen oft weiß ist?
Der Grund: es sind dort strukturell andere Fellhaare - genau genommen sind es sog. "Borsten". Das spürt man auch sehr gut, wenn man drüberstreicht - deutlich "festere" Fellhaare. Diese haben übrigens auch weiße Chins - nur fällt es da farblich nicht auf.
... das "Haarkleid" der Chinchilla aus 5 verschiedenen Haartypen besteht?
Das sind Wollhaare (Fell), Grannen, Ohr- und Spürhaare (=Vibrissen), Borsten am inneren Zehen am Hinterlauf, sowie den unterschiedlich langen Schwanzhaaren. Das einzige "Haar" im klassischen Sinne, ist dabei die sog. Granne.
... daß das Chinchillafell zu den dichtesten und feinsten in der Tierwelt zählt?
Das sind Ein einzelnes Chinchillahaar ist so fein, dass es kaum vom menschlichen Augen wahrgenommen werden kann. In der Wildnis zeigen Chinchillas eine Felldichte von rund 60 Fellhaaren pro Wurzel. Durch Zuchtauslese und moderne Pelztierzucht werden mittlerweile 80 - 120 Haare pro Wurzel im Durchschnitt angegeben.
... daß es einen Trick gibt, wie man die endgültige Farbe von Chins bestimmt?
Standards - Farben mit Band - zeigen ihre endgültige Farbe am besten AN DER UNTERSEITE DES SCHWANZES. Die Bestimmung über das Rückenfell ist dagegen vage und ungenau - meist nur aussagekräftig innerhalb der ersten 3 Tage nach Geburt.
... daß weiße Härchen bei schwarzen Chins auf frühere Verletzungen hinweisen?
Besonders typisch und gut zu sehen - die weißen Härchen um Nase und Augenpartie bei Black Velvet und Ebony nach Kämpfen und Verletzungen. Vereinzelte weiße Haare / Grannen auf dem Rückenfell sind dagegen idR Linienspeziefisch vererbt.
... daß die ersten WEIßEN Chinchillas alles andere als "weiß" waren?
Das erste "weiße" Chinchilla, das sog. WILSON WHITE wurde 1955 auf der Ranch von Blythe Wilson in Redding, Kalifornien, USA, geboren. Es war ein beiges, cremefarben, bestenfalls ein sehr "schmutzig" weiß aussehendes Chinchilla. Erst die Weiterzucht dieser natürlich entstanden Mutation (Farbe) in Zuchtfarmen wie jener von Blythe Wilson führte zu den uns heute bekannten (wirklich) WEIßEN Chinchillas und in ihren Variationen als Weiss-Schecken.
... daß es Berichte gibt wie Chinchillas schwimmen können?
Chinchillas können Schwimmen Aktuell auf Chinchilla-Lexikon
» Chinchilla-Lexikon -> Neues auf der HP > "Chinchillas schwimmen"
... daß nicht alle REZESSIV Beige auch rote Augen haben???
Es gilt als Eselsbrücke für Chinchilla Genetik-Anfänger : Rezessiv Beige erkennt man an den roten Augen. Das trifft auf 50% der REZESSIV Beige zu. Es gibt nämlich eine Reihe von REZESSIV Beige Varianten. Manche davon mit roten, andere mit dunklen Augen: wie z.B. Wellmann Beige (dunkle Augen) und Rzewski Beige (dunkle Augen).
Mehr Infos und Fotos unter: Chinchilla Post FOTOARCHIV
... daß ECHTE GOLDBAR Chins eine ganz eigene genetische Linie sind?
ECHTES GOLDBAAR = Nicht Wellman-Recessive & Co. (= Nicht sog. M.A.Holden Goldbaar). Primärquellen und exakte Stammbaumrecherche haben bereits vor Jahren die Herkunft von June Baar Linien bezeugt, ebenso wie die Unabhängigkeit von anderen Beige rezessiv und vermeintlichen Goldbar Linien (z.B. Mary-Ann Holden) eindeutig belegt. CHINCITTA bezieht seit Jahren Infos aus "Erster Hand", direkt von den Züchtern aus Übersee, die selbst die Stammbäume geprüft haben und die echten Linien züchten.
HINWEIS: Laien oder "selbsternannten" Internet-Experten und Hobbygenetiker haben kaum Zugang zu den wirklichen Primärquellen, sondern übernehmen gerne das was sie von anderen Leuten gehört haben. Diese Pseudo-Info aus "zweiter bzw. dritter Hand" führt zu keiner gesichterten, redlichen oder authentische Info-Verbreitung (-> Internet-Flüsterpost). Info aus "zweiter Hand'" ist weit weniger gesichert als direkte Fachinfo. Daher ergeben sich auf manchen Foren und bei manchen Postern in D regelmäßig vage bzw. falsche Aussagen. So mitunter auch überflüssigerweise zu Goldbaar. Leider.
... das es derzeit zwei bekannte REZESSIV WEIß Linien gibt ???
Mehr Fotos von Rezessiv Weiss -> CHINCHILLA POST Mutationen - Fotobeispiele
-> Die Kalifornische Linie (Phänotyp: wie Standard-"Abart")
-> Die Kanadische von Bob Lowe / Jack Humphreys (Phänotyp: wie Pink White)
Woher wir das alles auf CHINCITTA so genau wissen? LOL Weil Jack Humphreys (s. Kanadische Linie), langjähriger Präsident der kanadische ChinZuchtOrganisation (neben ECBC, die älteste und Renommierteste) mir die Info und Foto, sobald es bestätigt war, persönlich geschickt hat. Danke Jack! ;-) Hinweis: Hobby-Genetiker und "selbsternannte" Internet Genetik-Experten verwechseln die kanadische Linie leicht mit Rezessiv Beige.
... daß man Safir und Standard ganz leicht unterscheiden kann?

Stimmt, an der Fellzeichnung um die Augen. Das ist ein eindeutiges, unverwechselbares Unterscheidungsmerkmal. Dazu braucht man nicht mal Wissen um Genetik. Man muß sich die Chins nur genauer ansehen. Mehr Infos und Fotos » Safir oder helles Standard - ganz einfach! (2004)
... daß Ureinwohner glaubten, dass Chinchillas überhaupt kein Wasser trinken?
Die indianischen Ureinwohner, die Chapman seine Chinchillas brachten, dachten, dass Chinchillas überhaupt kein Wasser trinken. Das war nicht so abwägig, wie es zunächst klingt. Denn die Ureinwohner konnten Chinchillas nie beim Trinken beobachten. Der Grund: Chinchillas benötigen relativ wenig Wasser. In der freien Wildbahn decken Chinchillas ihren Flüssigkeitsbedarf primär von Sukkulenten, u.a. von der Unterseite der weichen Kakteenblätter und vom morgendlichen Tau auf Gräsern. Das genügt ihnen...
... daß die BBC eine Dokumentation zu Chinchillas in Südamerika gemacht hat?
BBC (UK) hat eine einzigartige Reihe von Tier-Dokumentationen, u.a. zu Chinchillas.
» Audiovisuelle Medien Die Aufnahmen zeigen Chinchillas vor Ort in ihrem natürlichen Lebensraum
... daß man die Farbe der ersten Chinchillas mit NATURALLE bezeichnete?
Später übersetzt mit "Wildfarben" und danach erst als " Wildfarben Grau". Das beschreibt auch eine generelle Farbentwicklung. Fakt ist, die Chinchillas in der Wildnis variierten zum Teil beträchtlich in der Farbe zwischen Beige -> Grau -> Bläuliche Untertöne. Chinchillas sind Fluchttiere und auf ihre Tarnung angewiesen. Blau ist in der Natur nicht überlebensfähig (nur auf dem Schautisch und in der modernen Zucht hoch gefragt). Eine HOMOGENISIERUNG in der Farbe hin zu einem einheitlichen Grau (und klarem Aguti) bis hin zu Blau-Grau ist erst die Folge von menschlicher Zuchtauslese, sowie Inzucht / Linienzucht.
... daß es Chinchillas seit rund 10 Millionen Jahren gibt?
"Chinchillas have been around for about 10 million years. " Quelle: Auszug aus der MCBA (USA) Mitglieder Pubikation (Fachquelle)
... daß der Ursprung von Chins NICHT in Südamerika, sondern IN ASIEN liegt?
"They appear in the fossil record in South America, but it is known that their ancestors are from Asia. How did chinchillas get to South America 10 million years ago? It is believed that chinchillas may have rafted over the Atlantic Ocean on a log or branch to colonize South America! Scientists know that primates did this ..." Quelle: Auszug aus der MCBA (USA) Mitglieder Pubikation (Fachquelle)